28
September
2008
When the Cutter family's next-door-neighbours, the Langleys, are gunned down in their house one hot August night, the Cutters' world is turned upside down. That violent death should have come so close to them is shocking enough in suburban Promise Falls, but at least the Cutters can console themselves with the thought that lightning is unlikely to strike twice in the same place. Unless, of course, the killers went to the wrong house At first the idea seems crazy. But gradually we discover that each of the Cutter family has a secret they'd rather keep buried. What was on that old computer teenage Derek and his friend Adam Langley had salvaged? And where is it now? What hold does a local professor and bestselling author have on Eileen Cutter? And what does Jim Cutter know about Mrs Langley that even her husband didn't? To find out who killed the Langleys and why, everybody's secrets are going to have to come out. But the final secret - the secret that could save them or destroy them - is in the one place nobody would ever think of looking...
Meine Meinung:
Ich war nicht soooooo begeistert. Zweifelsohne gut und solide geschrieben und ich hab das Buch auch in einem Rutsch gelesen, aber ich hab doch einiges auszusetzen. Die meisten Figuren habe ich mich eher genervt als das ich mit ihnen sympathisiert hätte (ich dachte nur immer..."redet doch mal miteinander"), das Motiv des Killers fand ich dann doch eher lahm und schon mal da gewesen und auch wer der Killer ist konnte man doch weit vor dem Ende ohne viel Kombinationsgabe vermuten. Ich müsste zuviel spoilern, deswegen hier nicht mehr dazu, aber für mich war das nur Durchschnitt.
Meine Meinung:
Ich war nicht soooooo begeistert. Zweifelsohne gut und solide geschrieben und ich hab das Buch auch in einem Rutsch gelesen, aber ich hab doch einiges auszusetzen. Die meisten Figuren habe ich mich eher genervt als das ich mit ihnen sympathisiert hätte (ich dachte nur immer..."redet doch mal miteinander"), das Motiv des Killers fand ich dann doch eher lahm und schon mal da gewesen und auch wer der Killer ist konnte man doch weit vor dem Ende ohne viel Kombinationsgabe vermuten. Ich müsste zuviel spoilern, deswegen hier nicht mehr dazu, aber für mich war das nur Durchschnitt.
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11
September
2008
Boris Moser sammelt Ideen, verworfene Ideen und hat eine "Agentur für verworfene Ideen" gegründet, um mit diesen zu handeln. Was jetzt folgt, sind 174 Seiten angesammelte – und von Jakob Hein vermutlich irgendwann mal verworfene – Ideen mit einer Mini-Rahmen-Handlung (boy meets girl, hier: Boris Moser trifft die schöne Rebecca).
Mittendrin ein verworfener Romananfang, welcher mir sehr gut gefiel. Ich mochte wie sich die Geschichte erst von Figur zu Figur vorwärts bewegt (von Sophia zu Mark zu Iris wieder zu Sophia zu Sebastian zum Maulwurf zu Heiner und Wolf) und von dort wieder zurück (zu Sophia und Sebastian). Wer mitgezählt hat, wird merken, dass auf dem Weg zurück Mark und Iris verloren gegangen sind ;-) aber dafür ist es ja auch nur ein Romananfang.
Jede Idee an sich, jedes Kapitel für sich alleine betrachtet, fand ich wunderbar. Jakob Hein ist zweifelsohne talentiert und schreibt wunderschön, aber irgendetwas fehlte. Vielleicht ein besseres, vor allem ausführlicheres Ende; einfach um dem 'Romananfang' in der Mitte mehr 'drumherum' zu geben.
Trotzdem gebe ich eine zwei auf der Schulnotenskala, einfach, weil mir so viele Kleinigkeiten gefallen haben, z.B. die verwunschenen Immobilien (die gibt es hundertprozentig, sehe ich jeden Tag, wenn ich durch die Stadt gehe) oder die Zubereitung des perfekten Milchkaffees oder auch die Einstellung Heiners, seinen Wohlstand nicht zu vermehren, sondern zugunsten seines Wohlbefindens zu vermindern.
Mittendrin ein verworfener Romananfang, welcher mir sehr gut gefiel. Ich mochte wie sich die Geschichte erst von Figur zu Figur vorwärts bewegt (von Sophia zu Mark zu Iris wieder zu Sophia zu Sebastian zum Maulwurf zu Heiner und Wolf) und von dort wieder zurück (zu Sophia und Sebastian). Wer mitgezählt hat, wird merken, dass auf dem Weg zurück Mark und Iris verloren gegangen sind ;-) aber dafür ist es ja auch nur ein Romananfang.
Jede Idee an sich, jedes Kapitel für sich alleine betrachtet, fand ich wunderbar. Jakob Hein ist zweifelsohne talentiert und schreibt wunderschön, aber irgendetwas fehlte. Vielleicht ein besseres, vor allem ausführlicheres Ende; einfach um dem 'Romananfang' in der Mitte mehr 'drumherum' zu geben.
Trotzdem gebe ich eine zwei auf der Schulnotenskala, einfach, weil mir so viele Kleinigkeiten gefallen haben, z.B. die verwunschenen Immobilien (die gibt es hundertprozentig, sehe ich jeden Tag, wenn ich durch die Stadt gehe) oder die Zubereitung des perfekten Milchkaffees oder auch die Einstellung Heiners, seinen Wohlstand nicht zu vermehren, sondern zugunsten seines Wohlbefindens zu vermindern.
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07
September
2008
Zum Inhalt:
Die schöne Hotelbesitzerin muss verrückt sein, davon sind die Bewohner des kleinen Ortes an der sardischen Küste überzeugt. Warum sonst weigert sie sich, durch den Verkauf ihres paradiesischen Stücks Land zur Millionärin zu werden? Warum liegt ihr das Glück der anderen mehr am Herzen als das eigene? Und warum lässt sie sich von ihren Liebhabern so furchtbar schlecht behandeln?
Ihre Nachbarn nennen sie »Madame«, weil sie alles Französische so liebt. Man wundert sich, dass sie mit ihrem kleinen Hotel und dem Obst- und Gemüseanbau lieber arm bleibt, obwohl ihr die Bauherren der Touristendörfer lukrative Angebote für ihr traumhaftes Grundstück am Meer machen. Doch Madame ist zufrieden mit ihrem bescheidenen Leben in der sardischen Macchia, zufriedener jedenfalls als ihre Hotelgäste, denen sie mit etwas Magie das Leben zu verschönern versucht. Wenn nur der ständige Liebeskummer nicht wäre, unter dem sie leidet! Doch auch auf Madame wartet irgendwo das große Glück - davon ist ihre junge Freundin, die Erzählerin dieser Geschichte, überzeugt. Zur Not muss man der Glücksgöttin eben mit etwas Magie nachhelfen ...
Zur Autorin:
Milena Agus wurde als Kind sardischer Eltern in Genua geboren. Heute lebt sie in Cagliari auf Sardinien, wo sie an einer Fachoberschule Italienisch und Geschichte unterrichtet. Ihr Alter würde ich aufgrund des Fotos im Klappentext so auf um die 40 schätzen. Die Flügel meines Vaters ist ihr dritter Roman, bekannt dürfte auch ihr letzter Roman, Die Frau im Mond, sein.
Und mit diesem dritten Roman (mit 158 Seiten ähnlich dünn wie der Vorgängerroman und schnell gelesen) bleibt sich Milena Agus ihrem Stil treu: Die Geschichte wird erzählt von einem jungen Mädchen, in diesem Fall die 14-jährige Nachbarstochter und die Hauptfigur dieser Erzählung ist eine ältere Frau, hier die 50-jährige "Madame" (wobei bei mir das Wort Madame schnell die Assoziation Puffmutter hervorruft, aber so ist es hier nicht). Wieder schreibt Milena Agus in kurzen Kapiteln und wieder weiß man mit Lesen des Inhalts schon alles, was es zu wissen gibt.
Man liest halt weiter, weil man a) dann doch wissen will ob Madame die wahre Liebe findet und ihr Haus verkauft und b) die 158 Seiten wirklich schnell gelesen sind.
Aber keine der Figuren wächst einem wirklich ans Herz, außer vielleicht der Großvater, die Kapitelsprünge machen auf mich den Eindruck von "gewollt künstlerisch" und das Ende ist dann sowohl teilweise offen als auch irgendwie dahin gehuddelt, dass zumindest ich das Buch nicht zufrieden aus der Hand gelegt habe. Dann kommt noch etwas Magie ins Spiel, ein bisschen Gott, ein bisschen Sex… aber all das ist keine Geschichte geworden, die man am Ende zufrieden aus den Händen legt.
Und da dies jetzt schon das zweite Buch von Milena Agus ist, mit dem ich nicht glücklich war, werde ich diese Autorin wohl zukünftig meiden. Insbesondere, da 15,95 Euro doch recht viel für einige Stunden dünnen Lesevergnügens sind.
Und dann habe ich noch ein Problem mit dem Cover, auf welchem man – sehr schön fotografiert – Lavendel sieht. Nur… in dem Buch kommt nicht einmal Lavendel vor… es geht mal um Wacholder, mal um Kapern, natürlich um das Meer, um Mandelblüte und Zitronen. Also eine Menge potentieller Fotomotive, warum es daher der Lavendel aufs Cover geschafft hat, ist mir ein Rätsel.
Die schöne Hotelbesitzerin muss verrückt sein, davon sind die Bewohner des kleinen Ortes an der sardischen Küste überzeugt. Warum sonst weigert sie sich, durch den Verkauf ihres paradiesischen Stücks Land zur Millionärin zu werden? Warum liegt ihr das Glück der anderen mehr am Herzen als das eigene? Und warum lässt sie sich von ihren Liebhabern so furchtbar schlecht behandeln?
Ihre Nachbarn nennen sie »Madame«, weil sie alles Französische so liebt. Man wundert sich, dass sie mit ihrem kleinen Hotel und dem Obst- und Gemüseanbau lieber arm bleibt, obwohl ihr die Bauherren der Touristendörfer lukrative Angebote für ihr traumhaftes Grundstück am Meer machen. Doch Madame ist zufrieden mit ihrem bescheidenen Leben in der sardischen Macchia, zufriedener jedenfalls als ihre Hotelgäste, denen sie mit etwas Magie das Leben zu verschönern versucht. Wenn nur der ständige Liebeskummer nicht wäre, unter dem sie leidet! Doch auch auf Madame wartet irgendwo das große Glück - davon ist ihre junge Freundin, die Erzählerin dieser Geschichte, überzeugt. Zur Not muss man der Glücksgöttin eben mit etwas Magie nachhelfen ...
Zur Autorin:
Milena Agus wurde als Kind sardischer Eltern in Genua geboren. Heute lebt sie in Cagliari auf Sardinien, wo sie an einer Fachoberschule Italienisch und Geschichte unterrichtet. Ihr Alter würde ich aufgrund des Fotos im Klappentext so auf um die 40 schätzen. Die Flügel meines Vaters ist ihr dritter Roman, bekannt dürfte auch ihr letzter Roman, Die Frau im Mond, sein.
Und mit diesem dritten Roman (mit 158 Seiten ähnlich dünn wie der Vorgängerroman und schnell gelesen) bleibt sich Milena Agus ihrem Stil treu: Die Geschichte wird erzählt von einem jungen Mädchen, in diesem Fall die 14-jährige Nachbarstochter und die Hauptfigur dieser Erzählung ist eine ältere Frau, hier die 50-jährige "Madame" (wobei bei mir das Wort Madame schnell die Assoziation Puffmutter hervorruft, aber so ist es hier nicht). Wieder schreibt Milena Agus in kurzen Kapiteln und wieder weiß man mit Lesen des Inhalts schon alles, was es zu wissen gibt.
Man liest halt weiter, weil man a) dann doch wissen will ob Madame die wahre Liebe findet und ihr Haus verkauft und b) die 158 Seiten wirklich schnell gelesen sind.
Aber keine der Figuren wächst einem wirklich ans Herz, außer vielleicht der Großvater, die Kapitelsprünge machen auf mich den Eindruck von "gewollt künstlerisch" und das Ende ist dann sowohl teilweise offen als auch irgendwie dahin gehuddelt, dass zumindest ich das Buch nicht zufrieden aus der Hand gelegt habe. Dann kommt noch etwas Magie ins Spiel, ein bisschen Gott, ein bisschen Sex… aber all das ist keine Geschichte geworden, die man am Ende zufrieden aus den Händen legt.
Und da dies jetzt schon das zweite Buch von Milena Agus ist, mit dem ich nicht glücklich war, werde ich diese Autorin wohl zukünftig meiden. Insbesondere, da 15,95 Euro doch recht viel für einige Stunden dünnen Lesevergnügens sind.
Und dann habe ich noch ein Problem mit dem Cover, auf welchem man – sehr schön fotografiert – Lavendel sieht. Nur… in dem Buch kommt nicht einmal Lavendel vor… es geht mal um Wacholder, mal um Kapern, natürlich um das Meer, um Mandelblüte und Zitronen. Also eine Menge potentieller Fotomotive, warum es daher der Lavendel aufs Cover geschafft hat, ist mir ein Rätsel.
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02
September
2008
Inhalt:
As a little girl, Jane has no one. Her mother, the powerful head of a Broadway theater company, has no time for her. She does have one friend-a handsome, comforting, funny man named Michael-but only she can see him.
Years later, Jane is in her thirties and just as alone as ever. Then she meets Michael again-as handsome, smart and perfect as she remembers him to be. But not even Michael knows the reason they've really been reunited.
SUNDAYS AT TIFFANY'S is a love story with an irresistible twist, a novel about the child inside all of us-and the boundary-crossing power of love.
Meine Meinung:
Die Idee an sich, dass es wirklich imaginäre Freunde gibt, finde ich sehr charmant. Angeblich hatte ich als Kind auch eine imaginäre Freundin, sagt zumindest meine Mutter. Ich kann mich aber nicht mehr erinnern und frage mich nun natürlich, ob das irgendwie mit meinem neunten Geburtstag zu tun hatte Grinsen
Die Hauptcharaktere sind genauso sympathisch (Michael, Jane) oder unsympathisch (Hugh!) wie sie sein soll, selbst Jane als Kind wächst einem ans Herz (oft sind Kinder in Büchern ja eher nervig), die Sprache ist einfach und klar und das Buch hat die für Patterson typischen kurzen Kapitel. Ideal, um zwischendrin Pause zu machen, allerdings verleiten die kurzen Kapitel auch, um nur noch mal ein Kapitel weiter zu lesen und noch eins und noch eins und schon hat man das Buch durch.
Wie Nicole musste ich bei diesem Buch auch gleich an "The Time Traveller's Wife" denken, wenngleich ich letzteres doch etwas anspruchsvoller (sowohl vom Schreibstil als auch von der Geschichte an sich) fand.
Sundays at Tiffany's ist ein rundum-wohlfühl-Buch und m.E. ideal für den Sommer. Wichtig für die Handlung ist nämlich ein Ausflug nach Nantucket und da bekommt man selber Lust auf Strand und Meer und Sommer.
(etwas off-topic: Das Buch, welches ich vor diesem hier gelesen habe, Jane Greens "Beach House" spielt auch in Sconset/Nantucket.... wer davon als mehr will, dem kann ich "The Beach House" empfehlen.).
Was mir nicht so gut gefiel:
- Nicht ganz einleuchtend fand ich, dass Michael da war, um Vivienne beim Sterben zu helfen. Letztendlich hat er da doch nichts getan und auch wie ihm da die "Erleuchtung" in der Kirche kam, war mir etwas "too much".
- Mich hat da ein bisschen gestört, dass das Treffen von einem imaginärem Freund mit "seinem" ehemaligen Kind-Freund so ein einmaliger Fall war, dass auch die anderen imaginären Freunde noch nie davon gehört hatten... der Teil war mir zu hingewurschtelt irgendwie.
- Gefehlt hat mir mehr Entwicklung von Michael: Dass er jetzt "menschlich" ist muss doch trotz der Liebe zu Jane mehr in ihm "gearbeitet" haben.
As a little girl, Jane has no one. Her mother, the powerful head of a Broadway theater company, has no time for her. She does have one friend-a handsome, comforting, funny man named Michael-but only she can see him.
Years later, Jane is in her thirties and just as alone as ever. Then she meets Michael again-as handsome, smart and perfect as she remembers him to be. But not even Michael knows the reason they've really been reunited.
SUNDAYS AT TIFFANY'S is a love story with an irresistible twist, a novel about the child inside all of us-and the boundary-crossing power of love.
Meine Meinung:
Die Idee an sich, dass es wirklich imaginäre Freunde gibt, finde ich sehr charmant. Angeblich hatte ich als Kind auch eine imaginäre Freundin, sagt zumindest meine Mutter. Ich kann mich aber nicht mehr erinnern und frage mich nun natürlich, ob das irgendwie mit meinem neunten Geburtstag zu tun hatte Grinsen
Die Hauptcharaktere sind genauso sympathisch (Michael, Jane) oder unsympathisch (Hugh!) wie sie sein soll, selbst Jane als Kind wächst einem ans Herz (oft sind Kinder in Büchern ja eher nervig), die Sprache ist einfach und klar und das Buch hat die für Patterson typischen kurzen Kapitel. Ideal, um zwischendrin Pause zu machen, allerdings verleiten die kurzen Kapitel auch, um nur noch mal ein Kapitel weiter zu lesen und noch eins und noch eins und schon hat man das Buch durch.
Wie Nicole musste ich bei diesem Buch auch gleich an "The Time Traveller's Wife" denken, wenngleich ich letzteres doch etwas anspruchsvoller (sowohl vom Schreibstil als auch von der Geschichte an sich) fand.
Sundays at Tiffany's ist ein rundum-wohlfühl-Buch und m.E. ideal für den Sommer. Wichtig für die Handlung ist nämlich ein Ausflug nach Nantucket und da bekommt man selber Lust auf Strand und Meer und Sommer.
(etwas off-topic: Das Buch, welches ich vor diesem hier gelesen habe, Jane Greens "Beach House" spielt auch in Sconset/Nantucket.... wer davon als mehr will, dem kann ich "The Beach House" empfehlen.).
Was mir nicht so gut gefiel:
- Nicht ganz einleuchtend fand ich, dass Michael da war, um Vivienne beim Sterben zu helfen. Letztendlich hat er da doch nichts getan und auch wie ihm da die "Erleuchtung" in der Kirche kam, war mir etwas "too much".
- Mich hat da ein bisschen gestört, dass das Treffen von einem imaginärem Freund mit "seinem" ehemaligen Kind-Freund so ein einmaliger Fall war, dass auch die anderen imaginären Freunde noch nie davon gehört hatten... der Teil war mir zu hingewurschtelt irgendwie.
- Gefehlt hat mir mehr Entwicklung von Michael: Dass er jetzt "menschlich" ist muss doch trotz der Liebe zu Jane mehr in ihm "gearbeitet" haben.
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25
August
2008
Die Autorin:
Carla Guelfenbein wurde 1959 in Santiago de Chile geboren, lebte 11 Jahre im englischen Exil und lebt heute wieder in Chile als Schriftstellerin und Drehbuchautorin. "Die Frau unseres Lebens" wurde in Chile zum Buch des Jahres gekürt.
Der Klappentext:
Die Einladung, Weihnachten in einem Haus am See in Chile zu verbringen, trifft den rastlosen Kriegsreporter Theo unvorbereitet. Warum will Antonio, der Freund aus Londoner Studententagen, ihn gerade jetzt sehen, nach all den Jahres des Schweigens? Kaum am Flughafen angekommen, entdeckt Theo neben Antonio die Frau, die er nie hat vergessen können: Clara. Ohne zu ahnen, wie wenig Zeit ihnen bleibt, tasten sich die drei vorsichtig an ihre gemeinsame Vergangenheit heran und an den Sommer 1986, als ihre Freundschaft jäh zerbrach.
In ihrem international erfolgreichen Roman erzählt Carla Guelfenbein eine vielschichtige Dreiecksgeschichte, in der eine Frage immer drängender wird: Wie stark darf man in das Leben eines anderen Menschen eingreifen?
Das Buch:
Dies ist jetzt schon das zweite Buch kurz hintereinander, in dem eine weibliche Autorin einen männlichen Helden schreibt. Und wer weiß, wie oft ich das früher schon gelesen habe, aber ich habe mir da nie großartig Gedanken drüber gemacht. Bis ich Kritiken zu Siri Hustvedts "The Sorrows of an American" gelesen habe, wo Leserinnen gerade dies unangenehm aufgefallen ist. Seitdem achte ich darauf, so auch hier und auch hier finde ich, hat die AutorIN die Stimme des männlichen Erzählers (Theo) gefunden. Und wenn sie ihren männlichen Erzähler Theo verlässt, dann, um als kurze Tagebucheintragungen Claras weiter zu schreiben.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wenn auch der politische Teil – für meinen Geschmack – etwas zu verklärt und kurz geraten ist. Mag aber auch daran liegen, dass mich Chile sehr interessiert, deswegen fehlte mir da etwas.
Die Geschichte über die Freundschaft zwischen dem Engländer Theo und den Chilenen Antonio und Clara ist sehr schön erzählt. Es gibt drei Kapital, das erste und das dritte spielen im Heute (bzw. im Jahr 2001), das zweite, mittlere, Kapital erzählt den Beginn und den Bruch in der Freundschaft im Jahr 1986.
Und Guelfenbein erzählt nicht nur von dieser Freundschaft und von der Verteidigung von (politischen) Idealen, sondern auch, dass nicht immer so ist wie es zu sein scheint und geht der Frage der Einmischung bis in die Vergangenheit von Theos Mutter nach, beleuchtet Theos Leben ohne Antonio und Clara in den 15 Jahren des Schweigens und die Zukunft der drei Freunde.
Ein wunderbar vielschichtiger Roman, den ich durch Zufall in meinem Regal wieder gefunden habe.
4 von 5 Punkten
Carla Guelfenbein wurde 1959 in Santiago de Chile geboren, lebte 11 Jahre im englischen Exil und lebt heute wieder in Chile als Schriftstellerin und Drehbuchautorin. "Die Frau unseres Lebens" wurde in Chile zum Buch des Jahres gekürt.
Der Klappentext:
Die Einladung, Weihnachten in einem Haus am See in Chile zu verbringen, trifft den rastlosen Kriegsreporter Theo unvorbereitet. Warum will Antonio, der Freund aus Londoner Studententagen, ihn gerade jetzt sehen, nach all den Jahres des Schweigens? Kaum am Flughafen angekommen, entdeckt Theo neben Antonio die Frau, die er nie hat vergessen können: Clara. Ohne zu ahnen, wie wenig Zeit ihnen bleibt, tasten sich die drei vorsichtig an ihre gemeinsame Vergangenheit heran und an den Sommer 1986, als ihre Freundschaft jäh zerbrach.
In ihrem international erfolgreichen Roman erzählt Carla Guelfenbein eine vielschichtige Dreiecksgeschichte, in der eine Frage immer drängender wird: Wie stark darf man in das Leben eines anderen Menschen eingreifen?
Das Buch:
Dies ist jetzt schon das zweite Buch kurz hintereinander, in dem eine weibliche Autorin einen männlichen Helden schreibt. Und wer weiß, wie oft ich das früher schon gelesen habe, aber ich habe mir da nie großartig Gedanken drüber gemacht. Bis ich Kritiken zu Siri Hustvedts "The Sorrows of an American" gelesen habe, wo Leserinnen gerade dies unangenehm aufgefallen ist. Seitdem achte ich darauf, so auch hier und auch hier finde ich, hat die AutorIN die Stimme des männlichen Erzählers (Theo) gefunden. Und wenn sie ihren männlichen Erzähler Theo verlässt, dann, um als kurze Tagebucheintragungen Claras weiter zu schreiben.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wenn auch der politische Teil – für meinen Geschmack – etwas zu verklärt und kurz geraten ist. Mag aber auch daran liegen, dass mich Chile sehr interessiert, deswegen fehlte mir da etwas.
Die Geschichte über die Freundschaft zwischen dem Engländer Theo und den Chilenen Antonio und Clara ist sehr schön erzählt. Es gibt drei Kapital, das erste und das dritte spielen im Heute (bzw. im Jahr 2001), das zweite, mittlere, Kapital erzählt den Beginn und den Bruch in der Freundschaft im Jahr 1986.
Und Guelfenbein erzählt nicht nur von dieser Freundschaft und von der Verteidigung von (politischen) Idealen, sondern auch, dass nicht immer so ist wie es zu sein scheint und geht der Frage der Einmischung bis in die Vergangenheit von Theos Mutter nach, beleuchtet Theos Leben ohne Antonio und Clara in den 15 Jahren des Schweigens und die Zukunft der drei Freunde.
Ein wunderbar vielschichtiger Roman, den ich durch Zufall in meinem Regal wieder gefunden habe.
4 von 5 Punkten
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25
August
2008
Kurzbeschreibung (Amazon):
England, im Jahre 1537: Die Reformation ist in vollem Gange, Heinrich VIII hat sich selbst zum "Oberhaupt der Kirche" ernannt und unter Thomas Cromwells Befehl reisen Kommissare durchs Land, die die Klöster inspizieren sollen. Im Kloster von Scarnsea an der Südküste Englands sind derweil die Dinge gänzlich außer Kontrolle geraten. Einem von Cromwells Kommissaren ist dort mit einem einzigen Säbelhieb der Kopf vom Rumpf abgetrennt worden. In der folgenden Nacht wird ein schwarzer Hahn auf dem Altar geopfert. Wer steckt dahinter? Und warum? Matthew Shardlake, Rechtsanwalt und lange Zeit ein Befürworter der großen Reformation, wird von Cromwell nach Scarnsea beordert, um die Sachlage zu klären. Aber je mehr er ermittelt, desto klarer wird ihm auch, dass er im Grunde niemandem und nichts trauen kann.....
Autor (Amazon):
C. J. Sansom, studierte zunächst Geschichte und arbeitete als selbständiger Rechtsanwalt in Sussex, bevor er sich hauptberuflich dem Schreiben zuwandte. Der Autor lebt in Sussex. Sein zweiter Roman >Feuer der Vergeltung< ist im Scherz Verlag lieferbar.
Ich habe das Buch im Original gelesen, dort heißt es "Dissolution". Den Titel finde ich weitaus passender, ist doch die Auflösung der Klöster in England ein feststehender historischer Begriff. Aber gut, es kommt ja auf den Inhalt an.
Den Tipp zu diesem Buch habe ich hier im Forum bekommen, ich weiß aber nicht mehr wo und finde jetzt gar keine Rezi, auch nicht im historischen Bereich.
Wie immer bei historischen Romanen war ich in Zweifeln, da es wohl ein kein Genre ist, bei dem ich alles lesen kann. Ich habe aber festgestellt, dass die historischen Romane mit weiblichen Superhelden bei mir eher Grauen hervorrufen, also lag ich hier mit dem männlichen Helden ja schon mal goldrichtig.
Am Ende es Buches gibt es kurze "notes" des Autors, in denen er erläutert, was Fiktion und was Historie in seinem Roman ist. Für mich selber war das Buch superinteressant, mal abgesehen von dem spannenden Krimi, weil ich über diese "Dissolution" bisher absolut nix wusste. Wieder mal was gelernt und Lesen bildet Grinsen
Das Buch bringt einem die Zeit um 1537 wirklich lebendig nahe... das tägliche Leben, die Gerüche, die Brutalität der Zeit; ich konnte diese schlammigen Straßen und die Kälte fast fühlen. Alle Charaktere sind toll und vielschichtig entwickelt und entwickeln sich auch weiter und - oft der schwächste Teil eines Buches - selbst das Ende stellt zufrieden.
Es gibt mittlerweile 3 weitere Krimis mit dem Helden Matthew Shardlake, die alles schon in meinem Amazon-Einkaufswagen sind!
5 von 5 Punkten
England, im Jahre 1537: Die Reformation ist in vollem Gange, Heinrich VIII hat sich selbst zum "Oberhaupt der Kirche" ernannt und unter Thomas Cromwells Befehl reisen Kommissare durchs Land, die die Klöster inspizieren sollen. Im Kloster von Scarnsea an der Südküste Englands sind derweil die Dinge gänzlich außer Kontrolle geraten. Einem von Cromwells Kommissaren ist dort mit einem einzigen Säbelhieb der Kopf vom Rumpf abgetrennt worden. In der folgenden Nacht wird ein schwarzer Hahn auf dem Altar geopfert. Wer steckt dahinter? Und warum? Matthew Shardlake, Rechtsanwalt und lange Zeit ein Befürworter der großen Reformation, wird von Cromwell nach Scarnsea beordert, um die Sachlage zu klären. Aber je mehr er ermittelt, desto klarer wird ihm auch, dass er im Grunde niemandem und nichts trauen kann.....
Autor (Amazon):
C. J. Sansom, studierte zunächst Geschichte und arbeitete als selbständiger Rechtsanwalt in Sussex, bevor er sich hauptberuflich dem Schreiben zuwandte. Der Autor lebt in Sussex. Sein zweiter Roman >Feuer der Vergeltung< ist im Scherz Verlag lieferbar.
Ich habe das Buch im Original gelesen, dort heißt es "Dissolution". Den Titel finde ich weitaus passender, ist doch die Auflösung der Klöster in England ein feststehender historischer Begriff. Aber gut, es kommt ja auf den Inhalt an.
Den Tipp zu diesem Buch habe ich hier im Forum bekommen, ich weiß aber nicht mehr wo und finde jetzt gar keine Rezi, auch nicht im historischen Bereich.
Wie immer bei historischen Romanen war ich in Zweifeln, da es wohl ein kein Genre ist, bei dem ich alles lesen kann. Ich habe aber festgestellt, dass die historischen Romane mit weiblichen Superhelden bei mir eher Grauen hervorrufen, also lag ich hier mit dem männlichen Helden ja schon mal goldrichtig.
Am Ende es Buches gibt es kurze "notes" des Autors, in denen er erläutert, was Fiktion und was Historie in seinem Roman ist. Für mich selber war das Buch superinteressant, mal abgesehen von dem spannenden Krimi, weil ich über diese "Dissolution" bisher absolut nix wusste. Wieder mal was gelernt und Lesen bildet Grinsen
Das Buch bringt einem die Zeit um 1537 wirklich lebendig nahe... das tägliche Leben, die Gerüche, die Brutalität der Zeit; ich konnte diese schlammigen Straßen und die Kälte fast fühlen. Alle Charaktere sind toll und vielschichtig entwickelt und entwickeln sich auch weiter und - oft der schwächste Teil eines Buches - selbst das Ende stellt zufrieden.
Es gibt mittlerweile 3 weitere Krimis mit dem Helden Matthew Shardlake, die alles schon in meinem Amazon-Einkaufswagen sind!
5 von 5 Punkten
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25
August
2008
Klappentext:
In einer hellen isländischen Sommernacht wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Sie liegt auf dem mit Blumen geschmückten Grab des isländischen Freiheitskämpfers Jon Sigurdsson. Kommissar Erlendur und seine Kollegen Sigurdur Oli und Elinborg von der Kripo Reykjavik sehen sogleich, dass es sich bei der Toten um eine Drogenabhängige handelt. Warum wurde sie gerade auf dieses Grab gelegt? Was sollte mit dieser Inszenierung erreicht werden? Die Ermittlungen erweisen sich als heikel, denn namhafte Persönlichkeiten gehören zum Kreis der Verdächtigen…
Autor:
Arnaldur Indridason, Jahrgang 1961, war Journalist und Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung. Er ist heute der erfolgreichste Krimiautor Islands.
Todesrosen war mein erstes Buch, welches ich mir von Indridason gekauft habe. Ich hab erst nach dem Kauf erfahren, dass dies der zweite Fall für Kommissar Erlendur ist und mir dann noch Menschensöhne gekauft und auch schon gelesen.
Wie ich dann auch erst jetzt erfahren habe, sind die einzelnen Fälle wohl erst jetzt in der richtigen Reihenfolge vom Verlag rausgebracht worden. Dieser zweite Fall ist nämlich schon von 1998, bringt wohl aber einiges an Klarheit ins "Privatleben" der Haupthelden.
Ich habe ja Todesrosen kurz nach Menschensöhne gelesen und fand es um Klassen besser. Der Fall war interessanter, die Ermittlungen waren interessanter, es gab einen Roadtrip in den Westen, man hat doch recht viel über Island gelernt und auch über die ermittelnden Kommissare.
Von mir gibt's 5 von 5 Punkten, ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen.
Jetzt würde ich mir natürlich gerne die anderen Bände auch noch kaufen und ich muss sagen, mir gefällt auch die Optik. Schöner Einband, tolles Coverbild, nett-anzufühlenden Papier, Lesebändchen. Leider gibt es den vierten Fall nur als Taschenbuch, alle anderen Bände als Hardcover. Das sieht doch total doof im Regal aus. Ich habe dem Verlag mal eine E-Mail geschrieben, ich will den vierten Fall auch als Hardcover!!! Grinsen
Ach, eine Anekdote noch, ich glaube, da ist die Übersetzung misslungen: Es geht um einen Zwanzigjährigen, der von den Eltern in die Garage ausquartiert wurde, weil Heavy Metal Bands aus den überdimensionalen Boxen dröhnen. Kommissarin Elinborg hat einen Sohn im gleichen Altern. Zitat: "Ich kann es ihnen nicht verdenken, dachte sie. Ihr Sohn schlief im Zimmer neben ihnen und hörte in voller Lautstärke den ganzen Tag Roger Whittaker."
Roger Whittaker?? Ist es das, was die isländische Jugend so hört? Grinsen
In einer hellen isländischen Sommernacht wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Sie liegt auf dem mit Blumen geschmückten Grab des isländischen Freiheitskämpfers Jon Sigurdsson. Kommissar Erlendur und seine Kollegen Sigurdur Oli und Elinborg von der Kripo Reykjavik sehen sogleich, dass es sich bei der Toten um eine Drogenabhängige handelt. Warum wurde sie gerade auf dieses Grab gelegt? Was sollte mit dieser Inszenierung erreicht werden? Die Ermittlungen erweisen sich als heikel, denn namhafte Persönlichkeiten gehören zum Kreis der Verdächtigen…
Autor:
Arnaldur Indridason, Jahrgang 1961, war Journalist und Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung. Er ist heute der erfolgreichste Krimiautor Islands.
Todesrosen war mein erstes Buch, welches ich mir von Indridason gekauft habe. Ich hab erst nach dem Kauf erfahren, dass dies der zweite Fall für Kommissar Erlendur ist und mir dann noch Menschensöhne gekauft und auch schon gelesen.
Wie ich dann auch erst jetzt erfahren habe, sind die einzelnen Fälle wohl erst jetzt in der richtigen Reihenfolge vom Verlag rausgebracht worden. Dieser zweite Fall ist nämlich schon von 1998, bringt wohl aber einiges an Klarheit ins "Privatleben" der Haupthelden.
Ich habe ja Todesrosen kurz nach Menschensöhne gelesen und fand es um Klassen besser. Der Fall war interessanter, die Ermittlungen waren interessanter, es gab einen Roadtrip in den Westen, man hat doch recht viel über Island gelernt und auch über die ermittelnden Kommissare.
Von mir gibt's 5 von 5 Punkten, ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen.
Jetzt würde ich mir natürlich gerne die anderen Bände auch noch kaufen und ich muss sagen, mir gefällt auch die Optik. Schöner Einband, tolles Coverbild, nett-anzufühlenden Papier, Lesebändchen. Leider gibt es den vierten Fall nur als Taschenbuch, alle anderen Bände als Hardcover. Das sieht doch total doof im Regal aus. Ich habe dem Verlag mal eine E-Mail geschrieben, ich will den vierten Fall auch als Hardcover!!! Grinsen
Ach, eine Anekdote noch, ich glaube, da ist die Übersetzung misslungen: Es geht um einen Zwanzigjährigen, der von den Eltern in die Garage ausquartiert wurde, weil Heavy Metal Bands aus den überdimensionalen Boxen dröhnen. Kommissarin Elinborg hat einen Sohn im gleichen Altern. Zitat: "Ich kann es ihnen nicht verdenken, dachte sie. Ihr Sohn schlief im Zimmer neben ihnen und hörte in voller Lautstärke den ganzen Tag Roger Whittaker."
Roger Whittaker?? Ist es das, was die isländische Jugend so hört? Grinsen
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25
August
2008
Kurzbeschreibung (Amazon)
Ihr Mann wurde hingerichtet. Ihre Kinder wurden verschleppt. Sie ist schwanger und muss Gefängnis, Verhöre und KZ über-stehen. Nina, die Witwe des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg, verliert am 20. Juli 1944 alles, was sie liebt: ihren Mann, ihre Kinder, ihre Familie, ihre Existenz. Während der Haftzeit bringt sie ihr fünftes Kind zur Welt: Konstanze. Eben jener Konstanze, heute Konstanze von Schulthess, gelingt mit diesem Buch die Biografie einer stillen Heldin, die unbeirrbar und unbeugsam alle Schicksalsschläge meistert. Mit Menschlichkeit, Wertebewusstsein und einer beeindruckenden Aufrichtigkeit, die jetzt endlich aus der ganz persönlichen Perspektive der Tochter gewürdigt wird…
Über den Autor (Amazon)
Konstanze von Schulthess ist die jüngste Tochter Nina Schenk Gräfin von Stauffenbergs, der Ehefrau des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Konstanze von Schulthess kam 1945 im Gefängnis zur Welt, wo ihre Mutter nach dem Attentat des Ehemannes inhaftiert saß. Die Nachkriegszeit verlebte sie im Kreis ihrer Familie im Haus der Großmutter in Lautlingen und in Bamberg. Nach ihrer Ausbildung als Wochenpflegerin heiratete sie 1967, bekam 4 Kinder und zog nach Zürich, wo sie noch heute mit ihrem Mann lebt.
Ich habe diesem Buch 3 von 5 Punkten gegeben, weil mir das gewisse Etwas gefehlt hat.
Nach dem Lesen hatte ich nicht das Gefühl, dass mir Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg nahe gebracht wurde. Sie blieb mir fern und fremd, ich habe nicht wirklich mit gelitten und eher augenrollend über die adligen Gepflogenheiten gelesen. Die Contenance zu bewahren, stand dieser Familie über allem und es ist Konstanze von Schulthess auch wichtig gewesen, dies deutlich zu machen. Ob nun zu Recht oder nicht, bei mir hinterließ dies ein Gefühl von Kälte. Da wird seitenweise beschrieben, wie die Familie über den russischen Hochadel in den Besitz einer dreireihigen Perlenkette kam, aber wie schrecklich das Jahr der Sippenhaft und die Trennung von ihren vier Kindern für Nina nun wirklich waren, kann man nur erahnen. Man weiß, dass es schrecklich war, aber es wird ohne viel Gefühl beschrieben.
Interessant auf alle Fälle die Auszüge der Aufzeichnungen der Mutter, die die Autorin von Schulthess einfließen lässt. Interessant, was die Mutter von den Biographien über ihren Mann hielt und was sie von ihrer eigenen Darstellung im Film von Jo Baier hielt.
Dieses Buch ist trotz meiner Kritik oben sehr lesenswert, weil man a) natürlich sehr viel "Insiderwissen" über den privaten Claus Schenk Graf von Stauffenberg erhält und b) natürlich auch über die Zeit nach dem gescheiterten Attentat, die Sippenhaft, von der die gesamte weitläufige Familie betroffen war und wie sich gegen Kriegsende jegliche Struktur, auch die Isolation von "Nina Schenk", auflöste.
Einen tollen Einblick geben die privaten Fotos, insbesondere wenn man versucht, sich in die Zeit zu versetzen und zu verstehen.
Das Buch lässt sich leicht lesen, was ich wiederum sehr angenehm fand. Man merkt, dass hier die Tochter und kein professioneller Historiker geschrieben hat.
Dass ich dieses Buch vergangene Woche gelesen habe, ist mehr Zufall als Absicht. Aber zusammen mit der im Moment ja leicht zugänglichen Literatur und TV-Dokus über den 20. Juli bekommt man einen sehr guten Einblick in die Ereignisse… soweit dies halt heute noch möglich ist.
Ihr Mann wurde hingerichtet. Ihre Kinder wurden verschleppt. Sie ist schwanger und muss Gefängnis, Verhöre und KZ über-stehen. Nina, die Witwe des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg, verliert am 20. Juli 1944 alles, was sie liebt: ihren Mann, ihre Kinder, ihre Familie, ihre Existenz. Während der Haftzeit bringt sie ihr fünftes Kind zur Welt: Konstanze. Eben jener Konstanze, heute Konstanze von Schulthess, gelingt mit diesem Buch die Biografie einer stillen Heldin, die unbeirrbar und unbeugsam alle Schicksalsschläge meistert. Mit Menschlichkeit, Wertebewusstsein und einer beeindruckenden Aufrichtigkeit, die jetzt endlich aus der ganz persönlichen Perspektive der Tochter gewürdigt wird…
Über den Autor (Amazon)
Konstanze von Schulthess ist die jüngste Tochter Nina Schenk Gräfin von Stauffenbergs, der Ehefrau des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Konstanze von Schulthess kam 1945 im Gefängnis zur Welt, wo ihre Mutter nach dem Attentat des Ehemannes inhaftiert saß. Die Nachkriegszeit verlebte sie im Kreis ihrer Familie im Haus der Großmutter in Lautlingen und in Bamberg. Nach ihrer Ausbildung als Wochenpflegerin heiratete sie 1967, bekam 4 Kinder und zog nach Zürich, wo sie noch heute mit ihrem Mann lebt.
Ich habe diesem Buch 3 von 5 Punkten gegeben, weil mir das gewisse Etwas gefehlt hat.
Nach dem Lesen hatte ich nicht das Gefühl, dass mir Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg nahe gebracht wurde. Sie blieb mir fern und fremd, ich habe nicht wirklich mit gelitten und eher augenrollend über die adligen Gepflogenheiten gelesen. Die Contenance zu bewahren, stand dieser Familie über allem und es ist Konstanze von Schulthess auch wichtig gewesen, dies deutlich zu machen. Ob nun zu Recht oder nicht, bei mir hinterließ dies ein Gefühl von Kälte. Da wird seitenweise beschrieben, wie die Familie über den russischen Hochadel in den Besitz einer dreireihigen Perlenkette kam, aber wie schrecklich das Jahr der Sippenhaft und die Trennung von ihren vier Kindern für Nina nun wirklich waren, kann man nur erahnen. Man weiß, dass es schrecklich war, aber es wird ohne viel Gefühl beschrieben.
Interessant auf alle Fälle die Auszüge der Aufzeichnungen der Mutter, die die Autorin von Schulthess einfließen lässt. Interessant, was die Mutter von den Biographien über ihren Mann hielt und was sie von ihrer eigenen Darstellung im Film von Jo Baier hielt.
Dieses Buch ist trotz meiner Kritik oben sehr lesenswert, weil man a) natürlich sehr viel "Insiderwissen" über den privaten Claus Schenk Graf von Stauffenberg erhält und b) natürlich auch über die Zeit nach dem gescheiterten Attentat, die Sippenhaft, von der die gesamte weitläufige Familie betroffen war und wie sich gegen Kriegsende jegliche Struktur, auch die Isolation von "Nina Schenk", auflöste.
Einen tollen Einblick geben die privaten Fotos, insbesondere wenn man versucht, sich in die Zeit zu versetzen und zu verstehen.
Das Buch lässt sich leicht lesen, was ich wiederum sehr angenehm fand. Man merkt, dass hier die Tochter und kein professioneller Historiker geschrieben hat.
Dass ich dieses Buch vergangene Woche gelesen habe, ist mehr Zufall als Absicht. Aber zusammen mit der im Moment ja leicht zugänglichen Literatur und TV-Dokus über den 20. Juli bekommt man einen sehr guten Einblick in die Ereignisse… soweit dies halt heute noch möglich ist.
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25
August
2008
Kurzbeschreibung (Amazon):
Intensive Liebesbeziehungen existieren oft auf dünnem Eis. Die Partner schwanken zwischen Hoffnung und Verzweiflung, ringen um gegenseitiges Vertrauen, um Geborgenheit und Sicherheit. So pendelt auch die Beziehung zwischen zwei jungen Männern, dem schwierigen, empfindsamen Dan und dem erfolgreichen Kinderarzt Ford immer wieder zwischen zärtlicher Nähe und ängstlicher Distanz hin und her. Um die Weihnachtstage, die Zeit des traditionellen Rückzugs auf die Familie, eskalieren die Konflikte auf derart dramatische Weise, das Dans und Fords Beziehung zu scheitern droht.
Jim Grimsley ist Jahrgang 1955, gebürtiger US-Amerikaner. Sein erster Roman – "Wintervögel" – wurde von den Verlagen ursprünglich als "too dark" abgelehnt. Erst zwei Jahre nach der Veröffentlichung in Deutschland folge die Veröffentlichung in den USA. "Das Leben zwischen den Sternen" erschien 1999.
Meine Meinung:
Die Liebesgeschichte zwischen Dan Krell (Verwaltungsmanager eines Krankenhauses) und Ford McKinney (Kinderarzt im selben Krankenhaus) ist derart berührend, dass ich sie direkt nach dem Kauf zweimal hintereinander gelesen habe. Mittlerweile habe ich das Buch schon ein drittes Mal gelesen und auch den Vorgängerroman - "Wintervögel".
Im Original heißt der Roman "Comfort and Joy" und den Titel finde ich etwas treffender als die Übersetzung. Was aber natürlich nichts an der Geschichte ändert, an den Figuren, die realistischer nicht sein können.
Die Sprache von Grimsley ist klar, doch auch poetisch, man fühlt sofort mit den Figuren, wird warm mit ihnen und begleitet die zwei Hauptcharakteren auf ihrer schwierigen Reise.
Die Geschichte ist so fein gearbeitet, dass sie einem lange in Erinnerung bleibt. Die kleinen Details, die man vielleicht erst beim zweiten Lesen bemerkt.
Grimsley erzählt eine Geschichte einer Liebesbeziehung und findet ein zufrieden stellendes - und trotzdem realistisches - Ende. Dies ist kein Sachbuch, sondern ein Roman, der aber die ganze Zeit glaubhaft bleibt. Manchmal ist der Schreibstil etwas "rough", aber mich hat die Geschichte an sich so berührt, dass dies kaum stört.
Man muss den Vorgängerroman "Wintervögel" nicht gelesen haben, um der Handlung hier folgen zu können. "Wintervögel" ist ähnlich großartig, ABER behandelt eine ganz andere und sehr viel schmerzvollere Geschichte.
Intensive Liebesbeziehungen existieren oft auf dünnem Eis. Die Partner schwanken zwischen Hoffnung und Verzweiflung, ringen um gegenseitiges Vertrauen, um Geborgenheit und Sicherheit. So pendelt auch die Beziehung zwischen zwei jungen Männern, dem schwierigen, empfindsamen Dan und dem erfolgreichen Kinderarzt Ford immer wieder zwischen zärtlicher Nähe und ängstlicher Distanz hin und her. Um die Weihnachtstage, die Zeit des traditionellen Rückzugs auf die Familie, eskalieren die Konflikte auf derart dramatische Weise, das Dans und Fords Beziehung zu scheitern droht.
Jim Grimsley ist Jahrgang 1955, gebürtiger US-Amerikaner. Sein erster Roman – "Wintervögel" – wurde von den Verlagen ursprünglich als "too dark" abgelehnt. Erst zwei Jahre nach der Veröffentlichung in Deutschland folge die Veröffentlichung in den USA. "Das Leben zwischen den Sternen" erschien 1999.
Meine Meinung:
Die Liebesgeschichte zwischen Dan Krell (Verwaltungsmanager eines Krankenhauses) und Ford McKinney (Kinderarzt im selben Krankenhaus) ist derart berührend, dass ich sie direkt nach dem Kauf zweimal hintereinander gelesen habe. Mittlerweile habe ich das Buch schon ein drittes Mal gelesen und auch den Vorgängerroman - "Wintervögel".
Im Original heißt der Roman "Comfort and Joy" und den Titel finde ich etwas treffender als die Übersetzung. Was aber natürlich nichts an der Geschichte ändert, an den Figuren, die realistischer nicht sein können.
Die Sprache von Grimsley ist klar, doch auch poetisch, man fühlt sofort mit den Figuren, wird warm mit ihnen und begleitet die zwei Hauptcharakteren auf ihrer schwierigen Reise.
Die Geschichte ist so fein gearbeitet, dass sie einem lange in Erinnerung bleibt. Die kleinen Details, die man vielleicht erst beim zweiten Lesen bemerkt.
Grimsley erzählt eine Geschichte einer Liebesbeziehung und findet ein zufrieden stellendes - und trotzdem realistisches - Ende. Dies ist kein Sachbuch, sondern ein Roman, der aber die ganze Zeit glaubhaft bleibt. Manchmal ist der Schreibstil etwas "rough", aber mich hat die Geschichte an sich so berührt, dass dies kaum stört.
Man muss den Vorgängerroman "Wintervögel" nicht gelesen haben, um der Handlung hier folgen zu können. "Wintervögel" ist ähnlich großartig, ABER behandelt eine ganz andere und sehr viel schmerzvollere Geschichte.
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25
August
2008
Donna Milner arbeitete als Immobilienmaklerin, bis ihr Mann sie ermutigte, das Makeln aufzugeben und sich nur dem Schreiben zu widmen. Sie lebt mit ihrem Mann in British Columbia in Kanada. River ist ihr erster Roman.
1966 in British Columbia, Kanada, kurz hinter der US-amerikanischen Grenze… Natalie Ward, 15, und ihre Familie – Vater Gus, Mutter Nettie und die drei älteren Brüder Boyer, Morgan und Carl – bewirtschaften hier eine Milchfarm und heuern den Kriegsdienstverweigerer River als Hilfe an.
Bis zu diesem Zeitpunkt war das Leben von Natalie geprägt von "heiler Welt"; mit der Ankunft von River ändert sich alles.
2003 erhält Natalie, mittlerweile fast 50 und zum dritten Mal verheiratet, einen nächtlichen Anruf, dass die ihr mittlerweile entfremdete Mutter im Sterben liegt. Hin und her schwankend zwischen der Liebe zu ihrer Mutter und der lähmenden Erinnerung an die Vergangenheit kehrt Natalie zurück in die Stadt, in der sie aufgewachsen ist und die sie ihr ganzes erwachsenes Leben vermieden hat.
Der Leser bekommt nun in verschiedenen Rückblenden die Kindheit von Natalie erzählt sowie das Familienleben der Wards bis zu dem Zeitpunkt, als River in ihr Leben tritt. Aber der Leser begleitet auch Natalie auf ihre Reise zurück an den Ort ihrer Kindheit und "arbeitet" sich so vor ins Heute und zu den Geheimnissen von Natalie und ihrer Familie.
Über viele Kapitel lässt Milner den Leser nur ahnen, dass und was passiert ist. Aber dies wird nie zuviel, es ist immer so dass man weiter lesen will und man währenddessen mit der Geschichte der Familie "gefüttert" wird während der Leser sozusagen gelockt wird mit einem für die Familie alles verändernden Ereignis.
Was da passiert ist, will ich nicht spoilern. Das sollte jeder für sich selber lesen. Aber diese ganzen Rückblenden sind so schön geschrieben, sowohl die scheinbar heile Welt der Familie mit ihren liebenswerten Geschichten, die sich durch den ganzen Roman ziehen als auch die Doppelmoral und Intoleranz einer Kleinstadt. Man könnte meinen, dass die Beschreibung des täglichen Lebens auf einer Milchfarm schrecklich langweilig ist, aber auch dies gelingt Milner interessant zu beschreiben.
Der Monat August ist zwar noch nicht zu Ende, aber dieses Buch ist jetzt schon mein Monatshighlight. Dieses Buch ist voller liebenswerter Figuren, es ist wunderbar geschrieben, hat - für mich - eine Reihe von unerwarteten Wendungen in einer originellen Geschichte.
10 von 10 Punkten.
1966 in British Columbia, Kanada, kurz hinter der US-amerikanischen Grenze… Natalie Ward, 15, und ihre Familie – Vater Gus, Mutter Nettie und die drei älteren Brüder Boyer, Morgan und Carl – bewirtschaften hier eine Milchfarm und heuern den Kriegsdienstverweigerer River als Hilfe an.
Bis zu diesem Zeitpunkt war das Leben von Natalie geprägt von "heiler Welt"; mit der Ankunft von River ändert sich alles.
2003 erhält Natalie, mittlerweile fast 50 und zum dritten Mal verheiratet, einen nächtlichen Anruf, dass die ihr mittlerweile entfremdete Mutter im Sterben liegt. Hin und her schwankend zwischen der Liebe zu ihrer Mutter und der lähmenden Erinnerung an die Vergangenheit kehrt Natalie zurück in die Stadt, in der sie aufgewachsen ist und die sie ihr ganzes erwachsenes Leben vermieden hat.
Der Leser bekommt nun in verschiedenen Rückblenden die Kindheit von Natalie erzählt sowie das Familienleben der Wards bis zu dem Zeitpunkt, als River in ihr Leben tritt. Aber der Leser begleitet auch Natalie auf ihre Reise zurück an den Ort ihrer Kindheit und "arbeitet" sich so vor ins Heute und zu den Geheimnissen von Natalie und ihrer Familie.
Über viele Kapitel lässt Milner den Leser nur ahnen, dass und was passiert ist. Aber dies wird nie zuviel, es ist immer so dass man weiter lesen will und man währenddessen mit der Geschichte der Familie "gefüttert" wird während der Leser sozusagen gelockt wird mit einem für die Familie alles verändernden Ereignis.
Was da passiert ist, will ich nicht spoilern. Das sollte jeder für sich selber lesen. Aber diese ganzen Rückblenden sind so schön geschrieben, sowohl die scheinbar heile Welt der Familie mit ihren liebenswerten Geschichten, die sich durch den ganzen Roman ziehen als auch die Doppelmoral und Intoleranz einer Kleinstadt. Man könnte meinen, dass die Beschreibung des täglichen Lebens auf einer Milchfarm schrecklich langweilig ist, aber auch dies gelingt Milner interessant zu beschreiben.
Der Monat August ist zwar noch nicht zu Ende, aber dieses Buch ist jetzt schon mein Monatshighlight. Dieses Buch ist voller liebenswerter Figuren, es ist wunderbar geschrieben, hat - für mich - eine Reihe von unerwarteten Wendungen in einer originellen Geschichte.
10 von 10 Punkten.
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