28
Dezember
2008
Der Inhalt ist schnell erzählt: Neun (See-) Männer auf einem Frachtschiff, auf dem Weg von Island nach Surinam und ein Haufen Geheimnisse.
Dies ist das erste vom Autor ins Deutsche übersetzte Buch, in seiner isländischen Heimat hat er bereits sieben Bücher veröffentlich. Für das Buch "Das Schiff" hat er einen isländischen Krimipreis gewonnen, wobei es sich m.E. eigentlich gar nicht um einen Krimi handelt. Eigentlich passt die Geschichte in kein Genre so richtig.
Meinen Geschmack hat das Buch nicht getroffen. Wenn es ein Krimi ist, dann erwarte ich Spannung und Auflösung, und wenn es kein Krimi ist, dann gefiel es mir trotzdem nicht, weil es eben an Spannung und Auflösung fehlte und dann doch so einen Hang zum Übernatürlichen hatte.
Die nicht vorhandene Auflösung ist für mich *der* Schwachpunkt, der sich durch die ganze Geschichte zieht. Es wird nicht nur am Schluss nichts aufgelöst, es wird auch mittendrin vieles einfach unaufgelöst stehengelassen… sei es der Piratenüberfall, der praktisch einfach so auf einmal im Raum steht, sei es aber auch die Beziehungen und damit einhergehenden Konflikte der Besatzungsmitglieder untereinander. Was mit den an Land verbliebenen Personen geschieht… auch davon erfährt man nichts mehr.
Die Geschichte fängt recht viel versprechend an, wir lernen die Hauptfiguren und verschiedene kleine Teilhappen der beginnenden Geschichte aus verschiedenen Perspektiven kennen und wir ahnen, dass alles und alle irgendwie zusammenhängen. Naive Leser wie ich haben das Vertrauen in den Autor, dass er am Ende alles schön auflöst. Es fehlt ein bisschen der Sympathieträger in der Geschichte, aber entweder das kommt noch oder es geht auch ohne.
Auch wenn ich die Perspektivwechsel grundsätzlich gelungen fand, waren sie mir doch oft zuuu wiederholend. Da wurden zu viele Fakten einfach wiederholt, ohne dass der Leser aus der neuen Perspektive etwas Neues erfahren hätte.
Nach den ersten Kapiteln, als sich unsere Gefährten endlich auf dem Boot befinden, schleppt sich die Handlung so dahin. Es gibt ein bisschen Sabotage, viel Sturm, es gibt eine Menge durchgeknallter Typen (so dass man sich über die Zusammenballung an Durchgeknalltheit schon wundert), es gibt keinen Sympathieträger und es gibt eine Menge sinnloses Geschwafel. Dann gibt es noch einen Piratenangriff, der durch die momentane Tagesaktualität noch das Beste an der Handlung ist, und am Ende gibt es den abstrusen Versuch der Selbst-Rettung und dann… Nichts.
Fazit: Sowohl Autor als auch Geschichte haben Potential, aber mehr als ein durchschnittliches "ganz ok" mag ich hier nicht vergeben und dies nur für Teile der Geschichte und für das Einfangen der klaustrophobischen Stimmung im Sturm auf See.
Dies ist das erste vom Autor ins Deutsche übersetzte Buch, in seiner isländischen Heimat hat er bereits sieben Bücher veröffentlich. Für das Buch "Das Schiff" hat er einen isländischen Krimipreis gewonnen, wobei es sich m.E. eigentlich gar nicht um einen Krimi handelt. Eigentlich passt die Geschichte in kein Genre so richtig.
Meinen Geschmack hat das Buch nicht getroffen. Wenn es ein Krimi ist, dann erwarte ich Spannung und Auflösung, und wenn es kein Krimi ist, dann gefiel es mir trotzdem nicht, weil es eben an Spannung und Auflösung fehlte und dann doch so einen Hang zum Übernatürlichen hatte.
Die nicht vorhandene Auflösung ist für mich *der* Schwachpunkt, der sich durch die ganze Geschichte zieht. Es wird nicht nur am Schluss nichts aufgelöst, es wird auch mittendrin vieles einfach unaufgelöst stehengelassen… sei es der Piratenüberfall, der praktisch einfach so auf einmal im Raum steht, sei es aber auch die Beziehungen und damit einhergehenden Konflikte der Besatzungsmitglieder untereinander. Was mit den an Land verbliebenen Personen geschieht… auch davon erfährt man nichts mehr.
Die Geschichte fängt recht viel versprechend an, wir lernen die Hauptfiguren und verschiedene kleine Teilhappen der beginnenden Geschichte aus verschiedenen Perspektiven kennen und wir ahnen, dass alles und alle irgendwie zusammenhängen. Naive Leser wie ich haben das Vertrauen in den Autor, dass er am Ende alles schön auflöst. Es fehlt ein bisschen der Sympathieträger in der Geschichte, aber entweder das kommt noch oder es geht auch ohne.
Auch wenn ich die Perspektivwechsel grundsätzlich gelungen fand, waren sie mir doch oft zuuu wiederholend. Da wurden zu viele Fakten einfach wiederholt, ohne dass der Leser aus der neuen Perspektive etwas Neues erfahren hätte.
Nach den ersten Kapiteln, als sich unsere Gefährten endlich auf dem Boot befinden, schleppt sich die Handlung so dahin. Es gibt ein bisschen Sabotage, viel Sturm, es gibt eine Menge durchgeknallter Typen (so dass man sich über die Zusammenballung an Durchgeknalltheit schon wundert), es gibt keinen Sympathieträger und es gibt eine Menge sinnloses Geschwafel. Dann gibt es noch einen Piratenangriff, der durch die momentane Tagesaktualität noch das Beste an der Handlung ist, und am Ende gibt es den abstrusen Versuch der Selbst-Rettung und dann… Nichts.
Fazit: Sowohl Autor als auch Geschichte haben Potential, aber mehr als ein durchschnittliches "ganz ok" mag ich hier nicht vergeben und dies nur für Teile der Geschichte und für das Einfangen der klaustrophobischen Stimmung im Sturm auf See.
Topic: Rezi | fliegengewicht | 0 Kommentare
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